weiter gehts :)
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(jah das ganze sollte ne eigene Story von mir werden fragt mich nich mehr wie ich auf den Scheiß kam und nix hat geklappt ich hab den Scheiß 10 mal neu angefangen und immer kam derselbe Bullshit raus und GRR dabei fand ich die Grundidee selbst eigentlich ganz nett naja aber das ganze wird wohl nich mehr egschrieben ^^)
Fasziniert starrten die eisblauen Augen in den mit Sternen überhäuften Nachthimmel. Reica hatte so viel davon gelesen und jetzt konnte er ihn mit eigenen Augen sehen. Er war noch viel schöner als er ihn sich vorgestellt hatte.
Reica war durch einen mehr oder minder glücklichen Zufall zum reisen gekommen. Normalerweise war es eher unmöglich sein Heimatdorf oder gar die Insel zu verlassen.Genau deswegen hatte Reica sich schon immer für die Welt interessiert. Die Welt die er, so dachte er zumindest, nie zu Gesicht bekommen würde.
Der Junge war gerade 17 Jahre jung und kam von der Insel Yukakor die begraben unter Schnee und Eis im kilometerweit zugefrorenen Meer lag. Sein Stamm, die Yukakori hatten sich dort vor Jahrhunderten angesiedelt und sich an das bitterkalte Klima gewöhnt. Das machte sich auch äußerlich bemerkbar, Reicas Haut hatte einen hellblauen Stich und seine Haare waren Schneeweiß. Zwar war er für einen Yukakori recht zierlich gebaut aber an Kraft fehlte es ihm nicht, zudem war er wesentlich intelligenter als so manch einer seiner Altersgenossen. Aber er interessierte sich auch für ganz andere Dinge und letztendlich hatte er etwas geschafft dass seit Ewigkeiten niemandem mehr gelungen war, er hatte Yukakor verlassen und war in die große weite Welt aufgebrochen um sich noch mehr Wissen anzueignen. Gemeinsam mit Eyshir war er schon seit einigen Tagen in der Wüste vor Kushi unterwegs.
Eyshir war der junge Mann dem Reica verdankte dass er seine Insel hatte verlassen können. Der Tsubay war mit seinem fliegenden Tier, dass er Kapu nannte, in einen Sturm geraten und über Yukakor abgestürzt. Glücklicherweise nicht weit vom Dorf entfernt.
Eyshir selbst stellte sich schnell als junger, wissbegieriger Abenteurer heraus und war von Reicas Wissen und der Faszination für die Welt mehr als angetan. Kurzum hatte er Reica angeboten mit ihm weiterzureisen. Da der junge Yukakori in seinem Dorf, aufgrund eines schweren Unfalls in seiner Kindheit, eher die Rolle eines schwächlings den es zu pflegen galt erhalten hatte, war es ihm nicht allzuschwer gefallen all dem Lebwohl zu sagen.
Wenn er an seinen Vater und seine Großmutter dachte bereitete ihm das ganze zwar noch ein wenig Heimweh aber darüber würde er mit Sicherheit noch wegkommen.Er fühlte sich jetzt so viel besser und wenn die beiden sich nicht ständig um ihn Sorgen müssten würde es ihnen sicher auch besser ergehen.
Aber zurück zu Eyshir. Reica kannte ihn noch nicht allzu lange, aber er hatte etwas an sich dass ihm gefiel. Er war neugierig und abenteuerlustig, außerdem teilte er die Faszination für 'anderes'. Auf den ersten Blick schien er so zu sein wie die Bücher die Tsubay beschrieben: Gebildet, ernst und mit einem zu ausgeprägten Sinn für Ordnung und Ideale. Aber Eyshir konnte auch ganz anders sein. Mit den schulterlangen, braunen Haaren die meist zu einem Pferdeschwanz gebunden waren und den abgerissenen Klamotten (wäre praktischer beim Reisen als die Kluft die man in seiner Heimat Kleidung nannte) sah er fast ein bisschen Wild aus. Irgendwie so wie Reica sich einen Reisenden vorstellen würde, aber jetzt war er ja selber auch einer.
Aber Reica war anders als Eyshir. Die beiden waren auf jeden Fall gleichermaßen gebildet, mutig und wissbegierig, aber sie unterschieden sich in vielfacher Hinsicht. Eyshir war eher stürmisch und direkt während Reica sich in zurückhaltung übte. Auf der anderen Seite war der Dunkelhaarige dann aber auch wieder wesentlich Ordentlicher als der andere. Reica suchte seine ruhe in einem gesunden Chaos, wie er es zu nennen pflegte.
Trotz allem verstanden sich die beiden prächtig und waren gut darin sich auszugleichen. So kümmerte Eyshir sich eher um Proviant und alles was sie zum Reisen brauchten während Reica sich bestens mit den Karten und ihrem damit verbundenen Weg auskannte. Zusätzlich war der Dunkelhaarige sehr verständnisvoll was Reicas schweigsame Art anging. Dem Tsubay war keinesfalls entgangen dass der Weißhaarige scheinbar mit seinem Körper zu kämpfen hatte und ordnete dementsprechend regelmäßig Pausen an. Er wusste nicht genau warum Reica so verbissen darauf war sich das nicht anmerken zu lassen, allerdings war er sich sicher das früher oder später noch herauszufinden. Immerhin würde sie noch eine ganze Weile unterwegs sein.
Erst vor wenigen Minuten hatte Eyshir eine Pause angeordnet und Reica hatte eingewilligt und sich sogleich auf dem ausgekühlten Sand niedergelassen. Für sie hatte es sich als besser herausgestellt Nachts zu Reisen. Die Wüste vor Kushi war zwar weitläufig bot aber genügend Felsen und kleine Höhlen in denen die beiden sich Tagsüber ohne Probleme ausruhen konnten.
Seinen treuen Wegbegleiter Kapu hatte Eyshir an einer Oase vor der Wüste zurückgelassen. Wie erwartet gab es in dem Meer aus Sand nämlich gefährlich wenig Wasser und sehr wahrscheinlich wäre das Tier früher oder später verdurstet. Zu Fuß kamen die beiden Jungen aber relativ gut voran.
»Wird doch ganz schön kalt Nachts«, stellte Eyshir fest und ließ sich neben Reica in den Sand fallen.
Der weißhaarige stimmte zu denn obwohl er extreme Kälte gewohnt war machte sich der Temperaturunterschied durchaus bemerkbar. »Ja stimmt.«
»Das merkst du?«, hinterfragte der Dunkelhaarige und betrachtete den Weißhaarigen eingehend.
Der wand seinen Blick etwas verwundert zu seinem Mitreisenden. »Warum nicht? Ich bin auch nur ein Mensch.«
»Auch wieder wahr...«, Eyshir setzte sein zuckersüßes Grinsen auf und Reica lächelte minimal zurück.
Eine Insel umhüllt von einer schweren Wolke aus der fast unaufhörlich Schnee fällt. Das Meer um das eingeschneite Land zugefrore. Schon seit Jahrhunderten liegt es da, das eingefrorene Stück Land. Unbezwingbares Gebirge macht des so gut wie unmöglich die Insel zu erkunden. Und Trotzdem hat es ein Stamm geschafft sich über die Jahre in der endlosen Eislandschaft einzunisten.
Die Yukakori stören sich nicht an der kargen Landschaft und den wenigen Lebewesen. Die Kälte macht ihnen nichts aus, strahlt ihre blaue Haut doch selbst stetig eine gewisse Kälte aus. Die weißen Haare sind die perfekte Tarnung um wilde Tiere zu erlegen die als Nahrung dienen.
Auf der gesamten Insel gibt es nur einen einzigen Ort an dem es möglich ist etwas anzupflanzen. Dieser Ort befindet sich im inneren des Tsabuh, dem großen Berg an dem die Yukakori sich angesiedelt haben.
Da im inneren des Berges viel wärmer ist als auf der restlichen Insel sind nicht viele der Bewohner dazu in der Lage den Berg zu betreten und dafür zu Sorgen dass der Stamm versorgt ist. Sie sind im Dorf sowohl als die 'Weisen' und die 'Mediziner' bekannt und sind hoch angesehen.
Zurzeit leben zwei davon im Dorf.
Die Geschichte von Reica
Schweigend saß Reica auf dem wärmenden Fell eines Tieres dass sein Vater einige Tage zuvor erlegt hatte. Draußen schneite es, wie immer, und am Himmel hingen schwere, graue Wolken. Es war schon wieder dunkel, deswegen standen einige Schälchen im Haus die eine kleine Flamme beherbergten welche den Raum erhellte.
Der Weißhaarige war jedoch nicht alleine im Raum. Während er alte Bücher wälzte und sich Notizen aufschrieb war seine Großmutter dabei Medizin herzustellen. Sie summte eine beruhigende Melodie während sie verschiedenste Blüten und Wurzeln zerstampfte und zusammenmischte.
Reica kannte diesen Geruch gut, ungefähr ein mal in der Woche stellte seine Großmutter diese Medizin her um ihrem Enkel zu helfen.
Der junge Yukakori hatte in seiner Kindheit ein wenig Pech gehabt und eine Verletzung davongetragen die bis heute ohne Behandlung unerträglich schmerzte und ihn extrem einschränkte.
Reica klappte das Buch zu dass er gerade zu Ende gelesen hatte und sah auf seine Notizen. Er beschäftigte sich mit der Geschichte ihrer Welt. Auf dem gesamten Planeten gab es nur drei große Stämme die auf so unterschiedliche Art und Weise lebten dass sie nur voneinander Lesen konnten. Reica interessierte sich sehr für die Alten Geschichten und insgeheim wünschte er sich irgendwie von seiner Heimatinsel wegzukommen um sich auf die Suche nach den anderen Stämmen zu machen. Allerdings würde das nicht möglich sein. Denn ebenso wie es schwer war diese Insel zu verlassen war es diese anderen Stämme aufzusuchen.
Der Weißhaarige wand den Blick zu seiner Großmutter die nach einer Weile aufhörte zu summen und ihren Enkel ansah. Sie lächelte, ihr altes, freundliches, offenherziges Lächeln dass Reica immer ein wenig ins Herz stach. Wenn sie so lächelte wirkte sie irgendwie traurig. In dem Versuch sie aufzumuntern lächelte der Junge zurück.
Die Alte Frau nickte leicht und erhob sich schließlich. Die Medizin war fertig und als Reica sich das Oberteil über den Kopf streifte spürte er schon wie es wieder zu Schmerzen begann.
»Großmutter erzähl mir von den anderen Menschen.«,bat der Junge und bekam ein raues Lachen zu hören. Früher hatte er immer nach 'den anderen Stämmen' gefragt, aber seine Großmutter hatte ihn gelehrt dass sie eigentlich alle Menschen waren die sich ihrer Umgebung angepasst hatten. Im Grunde waren sie alle gleich.
Reicas Großmutter begann die große Narbe die sich über die Schulter des Jungen bis zu seinem Unteren Rücken zog mit der Medizin einzuschmieren und begann ihr Wissen zu teilen. Wieder ein mal.
»Es gibt eine Stadt die ist fast so groß wie unsere Insel. Und diese Stadt ist nicht irgendwo. Sie leigt tief unter der Erde begraben von Steinen und Dreck und trotz allem leben dort unten Menschen. Ihre Haut ist so weiß wie dein Haar und ihre Augen sind rund und schwarz damit sie sich in der unendlichen Finsternis zurechtfinden. Sie leben auf dem sogenannten Festland auf dessen Oberfläche nur Berge stehen. Deswegen konnten sie dort nicht leben und sind unter die Erde gezogen. Man sagt es gibt nur einen einzigen Weg in diese Stadt und wer ihn nicht kennt wird in der ewigen Dunkelheit zu Grunde gehen. Aber die Menschen dort kennen ihre Stadt und würden sich in den vielen Winkeln und Gassen niemals verlaufen.«
»Ich würde gerne mal einen von ihnen treffen, sie hätten sicher furchtbar viel zu erzählen.«, murmelte Reica leise und rieb sich leicht die Arme. Ihm war kalt wenn er so oben ohne herumsaß, aber die Medizin musste erst einziehen.
»Für sie ist das alles normal mein Junge, sie wüssten gar nicht was sie dir erzählen sollten.Ich denke ihnen geht es wie dir. Ihr Leben ist für sie langweilig, aber das was die Menschen tun die so weit weg sind und so anders Leben das muss interessant sein.«
»Hm, wahrscheinlich hast du recht«, stimmte der jüngere zu auch wenn er das nicht ganz nachvollziehen konnte. Allerdings wollte er seiner Großmutter nicht auf die Nerven gehen, sie hatte genug Last mit ihm.
»Ich brauche dringen ein paar neue Sachen aus dem Berg... mein Vorrat geht langsam zu Ende«, bemerkte die Ältere schließlich.
»Ich glaube ich gehe heute noch... es müsste wieder was zu ernten geben. Man soll ja nichts verschwenden«, antwortete Reica darauf und zog sein Oberteil wieder über. Dann erhob er sich und schlüpfte in seine Schneestiefel.
Normalerweise ging er mit seiner Großmutter gemeinsam zum Berg, aber das Wetter verschlechterte sich in letzter Zeit zunehmend und der Schnee lag sehr hoch. Eine Alte Frau wie seine Großmutter hatte da sichtlich Probleme durchzukommen, Reica selbst fiel das ja schon schwer.
»Du bist ein guter Junge«, lobte die Alte ihren Enkel und dieser schenkte ihr ein eher unehrliches Lächeln.
Der Weißhaarige warf sich ein Fell zum Schutz vor der Kälte über und schnappte sich seine große Tasche.
»Pass gut auf dich auf.«
»Versprochen«, Reica hob kurz die Hand und verließ dann das Haus. Sofort schlug ihm die Kälte entgegen, allerdings hatte er Glück denn es schneite gerade nicht. Also machte er sich durch den hohen Schnee auf den Weg zum Berg. Sie wohnten nicht sonderlich weit von ihm entfernt und so dauerte es auch nicht lange bis Reica den Eingang erreicht hatte.
Sein Weg führte ihn eine Weile durch einen Tunnel aus Stein in dem der Schnee immer flacher wurde bis er schließlich ganz weg war. Der Junge Yukakori stieg eine provisorisch in den Stein geschlagene Treppe hinab bis zu einem großzügigen Raum in dem es wesentlich wärmer war als überall sonst auf der Insel. Jeder andere Yukakori würde sicher an der schweren, heißen Luft zugrunde gehen aber Reica empfand das eher als angenehm. Er hielt sich doch immer recht lange hier auf wenn er alleine herkam.
Zuerst schob er sich das dicke Fell von den Schultern und legte es auf der Treppe ab die wieder nach oben führte, dann sah er sich um.
Die Pflanzen wuchsen gut und Reica machte sich daran zuerst die Dinge aufzusammeln die seine Großmutter besorgte, anschließend die restlichen Dinge die benötigt wurden und Reif waren. Das ganze dauerte eine Weile und war auch ziemlich anstrengend, vor allem da Reicas Verletzung zurzeit trotz der Behandlung schmerzte fühlte er sich danach gleich doppelt so schwach.
So ließ der junge Yukakori sich erst mal auf dem warmen Boden nieder und streckte alle viere von sich. Müde starrte er an die felsigen Wände und seufzte.
Ob es in der Stadt die unter der Erde lag auch so angenehm warm war wie hier? Zu gern würde Reica es herausfinden, das alles mit eigenen Augen sehen. Hier auf Yukakor war er so oder so niemandem eine große Hilfe.
Bevor er sich in diese Gedanken vertiefte erhob der Junge sich, ließ die warmen Felsen hinter sich und machte sich wieder auf den Weg nach Hause. Leider hatte es inzwischen begonnen zu schneien und Reica kam durch den hohen Schnee eher schlecht voran. Mühselig zog er seine Beine durch den Schnee und kniff die Augen zusammen damit er in dem dichten Treiben der Schneeflocken nichts ins Auge bekam. Erst nach einer halben Ewigkeit kam er endlich wieder zu Hause an.
Fröstelnd klopfte er sich den Schnee von den Klamotten und zog sich die Stiefel von den Füßen die ungewohnt unordentlich neben der Tür landeten.
»Ich bin zurück«, verkündete der Weißhaarige und legte die große Tasche auf dem Tisch in der Küche ab.
»Du warst lange weg...«, stellte Reicas Großmutter fest die nach der Rückkehr ihres Enkels das Zimmer betreten hatte.
»Ich weiß«, der Junge legte es nicht darauf an mit seiner Großmutter über das Wieso und Warum zu diskutieren, »Ist Vater schon zurück?«
»Noch nicht.«, die alte Frau nickte und leerte die Tasche die Reica auf den Küchentisch gelegt hatte.
»Hm«, mehr fiel dem Jungen nicht zu sagen ein. Eigentlich hatte er gerade auch wenig Lust auf reden. Er war müde, fühlte sich irgendwie schwach und zu allem Überfluss hatte er auch noch Schmerzen. In Letzter Zeit lief es wirklich nicht sonderlich gut.
»Ich glaub ich leg mich hin, irgendwie bin ich so müde heute«, murmelte er also schließlich und schenkte seiner Großmutter ein unschuldiges Lächeln. Sie lächelte leicht zurück und nickte.
»Ruh dich aus.«
Reica verließ also die Küche und zog sich in sein Zimmer zurück. Rasch befreite er sich aus den ausgekühlten, feuchten Klamotten und zog sich etwas anderes an, ließ sich dann müde auf sein Bett fallen. Schnell war er eingeschlafen.
Sonderlich lange schlief der Junge allerdings nicht, denn im Haus wurde es plötzlich laut. Müde hievte Reica sich aus dem Bett um nachzusehen was denn los war und schon als der weißhaarige seine Tür öffnete kam ihm seine aufgeregte Großmutter entgegen.
»Was ist denn los?«, fragte der Jüngere verwirrt und blickte in den Raum.Sein Vater schien nicht da zu sein, aber er hatte doch Stimmen gehört.
»Saph und Ki haben gerade jemanden im Schnee gefunden.«, begann die Ältere aber Reica wurde aus ihrem gerede nicht ganz schlau.
»Und?«
»Er kommt nicht von hier«, erklärte sie weiter und deutete dabei auf die rustikale Bank aus Kiefernholz die im Raum stand. Jemand lag, in ein Fell gewickelt, darauf.
Der vom Himmel fiel
»Wie...er kommt nicht von hier?«, verwirrt wand Reica den Blick von seiner Großmutter ab und ging auf die entfremdete Sitzgelegenheit zu. Dann erst sah er was seine Großmutter meinte.
Dieser jemand der dort auf dem Sofa lag war gewiss kein Yukakori. Seine Haut erinnerte Reica ein wenig an Erde, auch wenn sie etwas heller war, die Haare waren dunkel. Zudem sah diese Person nicht gerade aus als würde sie sich wohl fühlen. Die Lippen des Fremden waren blau angelaufen und er atmete nur sehr langsam.
Ungläubig starrte Reica auf den Menschen und hatte schon die Befürchtung das alles nur zu träumen.
»Sie sagten er sei vom Himmel gefallen... er hatte ein großes fliegendes Tier bei sich. Es ist den beiden bis hierher gefolgt, hat aber nicht angegriffen.«
Reica nickte ganz leicht und wand den Blick von dem bewusstlosen ab. »Und... was machen wir jetzt?«
»Er wird erfrieren... wenn wir ihn nicht hier weg bringen«, stellte die Ältere fest und sah kurz aus dem Fenster. Reica folgte ihrem Blick. Es schneite noch immer.
»Du meinst er soll in den Berg?«
»Das wäre sicher das beste für ihn, so weit ist es nicht.«
»Aber bei dem Wetter...«
»Reica, du musst es tun. Wir können ihn nicht sterben lassen.«
Der weißhaarige stutzte. »Warte, ich soll ihn hinbringen? Alleine?«
»Ich bin nur eine alte Frau Reica, ich kann erst recht nichts tun. Und gegen Kälte gibt es keine Medizin. Außerdem kannst du dich wesentlich länger im inneren des Berges aufhalten als ich und alleine lassen können wir ihn ja auch schlecht.«
»Ist das dein ernst?«, unsicher warf Reica einen Blick zu dem Fremden. Er war zwar nicht sonderlich stark aber irgendwie müsste er ihn doch zum Berg bringen können, oder nicht?
»Du schaffst das schon, ich erkläre deinem Vater alles... und du kommst zurück wenn es möglich ist«, bejahte die Frau und fing auch schon an einige Sache für Reica in seine große Tasche zu stecken. Fiel es ihr wirklich so leicht ihren Enkel fortzuschicken? Selbst wenn es nur für kurz war.
»Na gut«, stimmte Reica schließlich zu und machte sich dann so schnell wie möglich auf den Weg zum Berg.
Das große Tier, das Reica zugegeben ziemlich Angst einflöste, folgte ihm sogar bis zu der steinernen Treppe die in den Berg führte.
Schließlich legte Reica den Fremden auf dem warmen Boden ab und ließ sich kraftlos ebenfalls dort nieder.
Erschöpft betrachtete er den Körper neben sich und begann sich zu fragen wo dieser Kerl herkam. Was wollte er hier? Wahrscheinlich nichts, aber wie war er hergekommen? Etwa geflogen, auf seinem seltsamen, geflügelten Tier?
Gerade als Reica wieder mal den Blick zu dem Fremden schweifen ließ bewegte dieser sich. Interessiert beobachtete der weißhaarige wie der Dunkelhaarige seine Augen öffnete und einige Sekunden lang schweigend an die felsigen Wände starrte. Dann erhob er sich etwas mühselig und entdeckte den Weißhaarigen.
Kurz war es ganz still, dann schluckte der Fremde hart und blinzele ein paar mal. »Himmel...wo bin ich?«, fragte er in der Hoffnung eine Antwort zu bekommen.
»Sicherlich nicht da wo du hinwolltest«, antwortete Reica leise und betrachtete den Fremden eingehend. Er sah interessant aus, irgendwie war er hübsch.
»Sondern?«
»Du bist auf Yukakor...«, ergänzte der weißhaarige, allerdings schien das dem Fremden nicht sonderlich zu helfen. »Wo kommst du her?«
»Ich gehöre dem Volk der Tsubay an... mein Name ist Eyshir«, antwortete der Dunkelhaarige unerwartet ehrlich und Reica lächelte aufmunternd.
»Ich bin Reica«, stellte er sich vor und hockte sich wieder neben Eyshir auf den Boden, »Tut dir irgendwas weh?«
»Was? Weh...? Nein, alles in Ordnung«, der gefragte schüttelte den Kopf und schob das wärmende Fell von seinem Körper. Plötzlich wirkte er etwas gehetzt.
»Aber Moment, wo ist Kapu?«
»Kapu?«, Reica zog eine Augenbraue in die Höhe, schlussfolgerte aber schnell dass es sich eigentlich nur um das treue Tier handeln konnte, dass ihm gefolgt war, »Meinst du das große Tier das bei dir war?«
Der Dunkelhaarige nickte und Reica winkte ab. »Er ist mir gefolgt, es scheint ihm gut zu gehen.«
»Himmel sei Dank«, murmelte Eyshir sichtlich erleichtert und seufzte, »Also hast du mich hergebracht?«
Reica nickte leicht, ergänzte jedoch wie es dazu gekommen war.
»Vielen Dank, trotzdem...«
Der Weißhaarige nickte wieder. »Aber sag... wo wolltest du hin? Und wie bist du hier gelandet?«
»Ich war unterwegs.. zurück nach Hause und bin dabei irgendwie vom Weg abgekommen und in einen Sturm geraten...und irgendwie scheinbar hier gelandet.«
»Naja bei dem Wetter Momentan wirst du wohl so schnell nicht hier wegkommen... tut mir leid.«
»Nicht weiter tragisch... ich wollte schon immer mal jemanden von einem anderen Stamm treffen...«
Reica schmunzelte, erging es ihm doch ähnlich. Er befürchtete ja beinahe doch nur zu träumen aber selbst wenn konnte er es ja ruhig auskosten.
»Yukakor also... ich dachte immer hier leben keine Menschen mehr...«
»Wie du siehst tun wir es.«
»Wir? Ich seh hier nur dich.«
»Im Dorf war es zu kalt für dich...du befindest dich gerade am einzigen warmen Ort der Insel.«
»Faszinierend...wirklich.«, Eyshir begann sich etwas umzusehen, betrachtete dabei mit Neugier die Pflanzen die nicht weit entfernt aus dem aufgewühlten Boden wuchsen.
»Und du kommst tatsächlich von einem fliegenden Stück Land?«
»So kann man es nennen, ja
So war es für den jungen Yukakori kein Problem seine Aufmerksamkeit nach wie vor den alten Büchern zu widmen die vor ihm lagen. Es lenkte ihn ab, sollte er doch eigentlich wie alle anderen Jungen in seinem Alter bei der Jagd behilflich sein. Aber Reica war anders, er war missraten, er war kein richtiger Yukakori.
In dem dichten Schnee draußen fing er stets an zu frieren obwohl er das eigentlich, wie alle anderen, nicht sollte. Außerdem war er schmächtig und nicht kräftig genug stundenlang durch den hohen Schnee zu stapfen. Er würde die anderen nur aufhalten, wohl möglich noch zurückbleiben, deswegen hatte sein Vater entschieden dass er einfach daheim bleiben sollte. Eine Entscheidung die Reica durchaus nachvollziehen konnte und es störte ihn nicht sonderlich. Er war lieber alleine und plagten sich mit seinen Gedanken herum als vor allen anderen, schwächlich wie er war, zu versagen.
Da seine Mutter, vor ihem Tod, zu den wenigen gelehrten der Yukakori gehört hatte, stapelten sich Unmengen von alten Büchern und Aufzeichnungen in ihrem Haus die Reica mit Leidenschaft verschlang.
Ihn faszinierten diese Alten Geschichten, die Erzählungen von anderen anderen Stämmen, diese die hoch in der Luft lebten und sich mit fliegenden Wesen durch die Wolken bewegen konnten. Oder diese die in den tiefen der Erde hausten und eine riesige Stadt erbaut hatten in der man sich wie in einem Labyrinth verlief wenn man seinen Weg nicht kannte.
Zu gern würde er all das mit eigenen Augen sehen, aus dieser endlosen Eiswüste fliehen und die Welt sehen. Allerdings würde das wohl für immer sein Traum bleiben denn selbst den Yukakori die stärker und robuster waren als alle anderen war es so gut wie unmöglich diese eingefrorene Insel zu verlassen.
Trotzdem las Reica die Bücher über die Dinge die diese Welt noch zu bieten hatte immer und immer wieder. Betrachtete die groben Zeichnungen von Blumen und Flüssen, stellte sich den Sternenhimmel vor der stets als atemberaubend beschrieben wurde.
Es war eine Art der Flucht. Reica musste sich immerhin damit abfinden dass er wohl den Rest seines Lebens damit verbringen würde untätig herumzusitzen. Er hatte keine Geschwister und würde denen auch sicher nicht auf die Nerven gehen wollen wenn er später nicht zurecht kam.
Die Yukakori pflegten zwar eine Enge Gemeinschaft aber er hatte nichts als Gegenleistung anzubieten. Er war vielleicht gebildet, aber damit würde er nicht weit kommen.
Seufzend klappte der Junge das gerade gelesene Buch zu und erhob sich. Sehnsüchtig stellte er sich an das schmale Fenster und starrte in die grauen Wolken. Selbst hier im Haus konnte er den kalten Wind spüren und im fröstelte leicht. Warum war er nur so anders?
Zugegeben hatte Reica sich an sein jetziges Leben gewöhnt und er konnte sich nicht vorstellen wie 'alle anderen' zu sein. Die meisten Jungen in seinem Alter waren etwas kleiner als er, aber umso breiter. Etwas dass dem weißhaarigen nicht unbedingt gefiel. Eigentlich mochte er sich so wie er war auch wenn er nicht richtig dazugehörte.
Gerade als Reica sich vom Fenster abgewandt hatte hörte er wie die Haustür aufgestoßen wurde. Sein Vater machte sich stets sofort bemerkbar.
Der weißhaarige kam sich das ein oder andere mal wie ein kleines Mädchen vor wenn er jedes mal aus seinem Zimmer lief wenn sein Vater nach Hause kam, aber das gehörte sich so in einer vernünftigen Familie.
»Reica«, grollte auch sofort die dunkle Stimme des Mannes durch das Haus und angesprochener verließ sein Zimmer.
»Vater«, grüßte er mit einem lächeln auf den Lippen und beobachtete diesen wie er sich den Schnee von den Klamotten und aus den Haaren schüttelte. »Wie war die Jagd?«
»Wir hatten kein Glück heute«,war die fast erwartete Antwort. Allerdings schien den Älteren das kein bisschen zu stören.
»Noch ist vorgesorgt, außerdem-«, er brach mitten im Satz ab, hatte er doch wieder etwas sagen wollen das seinen Sohn verletzten könnte. Er würde das wohl nie lernen.
Das war wiederum eine Sache die Reica nicht sonderlich störte, zumindest redete er sich das ein.
»Kann man nie genug üben, hm?«, beendete er also den Satz seines Vaters und setzte dabei seine unbekümmerte Miene auf. Er wollte seinem alten Herrn nicht noch mehr Sorgen bereiten.
»Hm«, kam trotz allem nur gebrummt zurück und Reica wand den Blick von seinem Vater ab der seine 'Jagdutensilien', wie er sie immer nannte, ordentlich dort abstellte wo sie hingehörten.
Der junge Yukakori ließ seinen Blick durch den Raum schweifen und blieb schließlich am Fenster hängen. Trotz der Dunkelheit leuchtete der Schnee weiß und ließ die Landschaft erkennen. Schneien tat es nicht mehr, aber die dichten Wolken hingen weiterhin über dem Land. Reica hatte noch nie gesehen was sich hinter ihnen verbarg.
Mitten in die Gedanken des weißhaarigen drängte sich etwas das nicht in die Landschaft aus endlosem weiß passte. Etwas dunkles fiel urplötzlich aus den Wolken und landete irgendwo im Schnee. Dieses etwas blieb als dunkler Fleck in der Schneebedeckten Landschaft liegen. Es war nicht weit entfernt gelandet.
Völlig perplex starrte Reica aus dem Fenster, fixierte den schwarzen Fleck der sich zu bewegen schien.
»Was...«, murmelte der Weißhaarige leise, wurde im nächsten Moment etwas unsanft angestoßen.
»Junge wo starrst du hin?«, brummte sein Vater und ließ seinen Blick über die Landschaft schweifen.
»Da... ist was aus den Wolken gefallen«, antwortete der Junge ehrlich und scheinbar hatte auch sein Vater entdeckt dass sich irgendwo im Schnee etwas befand das nicht da sein sollte.
»Heiliger, was ist das?«, fragte er sich laut und wand sich vom Fenster ab, bereit nachzusehen was das gewesen war.
Der der aus den Wolken fiel
Obwohl sein Vater ihm gesagt hatte er solle im Haus bleiben, konnte Reica seine Neugierde nicht zähmen und stapfte nun gemeinsam mit seinem Vater durch die Dunkelheit um herauszufinden was dort im Schnee gelandet war.
Der Fleck wurde größer je näher sie kamen und auch schien es sich deutlicher zu bewegen. Offensichtlich war es also etwas lebendiges. Etwas dass nun wesentlich größer war als die beiden Yukakori erwartet hatten.
Das Ungetüm hatte eine lange Spur im Schnee hinterlassen und schien etwas agressiv zu sein. Reica wich zurück und betrachtete das große Wesen mit einigem Abstand. Es sah aus wie aus seinen Büchern. Die ungenaue Zeichnung eines Wesens dass die Wolken durchqueren konnte kam diesem Vieh hier erstaunlich nah. Die Kälte schien ihm auch nicht sonderlich gut zu tun, es gab einen jämmerlichen Schrei von sich der Reica und sogar seinen Vater zusammenzucken ließ. Oder war es nicht die Kälte?
»Was ist das?«, fragte der Ältere ratlos in der Hoffnung sein belesener Sohn wüsste eine Antwort.
»Es fliegt... über den Wolken«, antwortete der Jüngere fasziniert und betrachtete das Wesen das nun eher Scheu den Schnee vor sich aufgrub.
Erst dann bemerkte Reica dass nicht nur dieses fliegende Wesen gelandet war, sondern noch etwas oder jemand anderes. So fremd schien ihm das was da bewusstlos im Schnee lag nicht.
»Vater da...liegt jemand im Schnee«, teilte Reica auch sogleich seine Beobachtung mit, »Der ist nicht von hier... wenn wir ihn liegen lassen erfriert er sicher!«
»Und was sollen wir tun? Nicht dass uns dieses... Vieh angreift!«, konterte der Vater des Weißhaarigen, wenig angetan von der Idee diesen Fremden zu retten.
»Sei nicht so ängstlich«, nuschelte Reicas leise und trat vorsichtig etwas näher an den bewusstlosen heran. Das große Tier schlug leicht mit seinen gigantischen Flügeln und wich zurück als wolle es dem weißhaarigen seine Erlaubnis geben.
Es machte nicht den Anschein als wolle es Angreifen. So nutze Reica die Chance und kam noch etwas näher, zog den Körper aus dem eingefallenen Schnee. Das geflügelte Wesen beobachtete ihn dabei, blieb aber ruhig. Mit etwas Mühe hievte der Yukakori den Körper hoch und zog ihn zurück.
»Du bist doch verrückt«, mahnte sein Vater ihn leise, nahm Reica aber schließlich die Mühe ab den bewusstlosen zum Haus zu tragen. Der geflügelte Begleiter folgte ihnen dabei. Scheinbar machte ihm die Kälte doch nicht so viel aus wie angenommen.
Einige Meter bevor sie das Haus erreichten blieb das geflügelte Tier jedoch stehen. Es zappelte etwas herum als wolle es sich damit warmhalten. Die beiden Yukakori kümmerten sich vorerst nicht weiter darum, allerdings zogen sich schon die ersten Neugierigen Blicke in ihre Richtung.
»Bring ihn in mein Zimmer, ich kümmere mich schon um ihn!«, schlug Reica vor und sein Vater stimmte zu. Sein Sohn war wohl der einzige hier im Dorf der sich wenigstens ein bisschen auskannte, deswegen überließ er ihm die Aufsicht nur zu gerne.
»Und was sollen wir jetzt mit ihm anstellen?«, brummte der ältere Yukakori und beobachtete seinen Sohn dabei wie er dem Fremden zwei Felle überwarf.
»Warten bis er aufwacht... er wird schon sagen was ihn herbringt.«
»Wenn du meinst...«, Reicas Vater war sich nicht sicher ob er sich darüber freuen sollte, dass sein Sohn sich so sehr für diesen Fremden interessierte oder ob ihm das eher Sorgen bereiten sollte. Vorerst allerdings ließ er das ganze auf sich beruhen. »Ich werde mal den anderen Bescheid sagen... mal hören was die davon halten.«
»Er wird uns schon nichts tun«, murrte Reica leise zurück obwohl sein Vater es nicht böse gemeint hatte. Sicher war es noch nicht vorgekommen dass einfach so jemand aus den Wolken fiel, aber sie mussten ja so oder so warten bis er aufwachte. Er würde schon sagen was passiert war, wozu also die Aufregung?
Der Ältere überhörte die freche Art seines Sohnes lieber und machte sich auf den Weg. Nicht dass er dem Fremden etwas böses wollte, aber er musste den anderen doch berichten was passiert war. Immerhin lebten sie in einer großen Gemeinschaft.
Reica hatte inzwischen allerdings ganz andere Gedanken im Kopf. Noch heute hatte er sich Sehnsüchtig gefragt was diese Welt noch zu bieten hatte und prompt viel jemand aus den Wolken... Jetzt musste er nur noch aufwachen, sicher hatte er spannende Geschichten zu erzählen. Hoffentlich konnte er eine Weile bleiben, dann wäre sein Leben wenigstens für eine kurze Zeit ein bisschen interessanter.
Der weißhaarige musterte den Fremden neugierig. Er hatte eine ganz andere Hautfarbe und seine Haare waren dunkler. Ansonsten unterschied er sich im Aussehen nicht sonderlich von ihm. Er war etwas kräftiger dürfte aber ungefähr so groß wie Reica selbst sein. Seine Augen waren geschlossen und die Lippen hatten sich leicht blau verfärbt. Ob es über den Wolken viel wärmer war als hier?
Es machte ganz den Anschein denn der Fremde hatte dünne Kleidung an und auch seine Haut fühlte sich angenehm warm an.
»Ich bin gespannt was du zu erzählen hast«, murmelte der junge Yukakori leise und strich leicht über die Wange des bewusstlosen, diese Wärme faszinierte ihn. Er hatte zwar viel gelesen über diese anderen Stämme, aber er hatte nie so etwas wie einen Namen gefunden. Die ganzen Aufzeichnungen waren eher ungenau. Er könnte selbst so viel herausfinden.
Reica saß noch Stunden neben dem Fremden, es war schon mitten in der Nacht und der Vater des Jungen hatte sich lange schlafen gelegt. Aber Reica konnte nicht schlafen. Er wollte dass dieser Fremde endlich aufwachte und ihm seine Geschichten erzählte. Er wollte wenigstens schon mal seinen Namen wissen bevor er sich schlafen legte.
Der Weißhaarige gähnte herzhaft und schloss für einen Moment die Augen, als er sie wieder öffnete regte sich etwas. Der Dunkelhaarige vor ihm gab einen gequälten Laut von sich und öffnete dann die Augen. Einige Sekunden lang starrte er regungslos an die Decke, dann setzte er sich ruckartig auf, ganz so als wäre im plötzlich eingefallen was passiert war.
Mit einem heiseren, »Was...?«, sah er sich im Raum um bis er schließlich Reica erblickte. Nun vollends verwirrt schwieg der Fremde und starrte seinen unbekannten Gegenüber einfach nur an.
»Endlich bist du aufgewacht«, kam schließlich von Reica. Mit irgendwas musste er ja ein Gespräch anfangen.
Der Fremde antwortete darauf allerdings erstmal gar nichts. Sicher war er schrecklich verwirrt.
»Sag... tut dir irgendwas weh? Du bist... einfach so aus den Wolken gefallen. Das muss doch irgendwie... wehgetan haben...?«, etwas besorgt musterte Reica den Fremden. Er hatte gar nicht darauf geachtet ob er irgendwo Verletzungen hatte.
»Uh... nein... nein alles in Ordnung«, kam schließlich doch die leise Antwort und der Dunkelhaarige räusperte sich, »Aus den Wolken gefallen sagst du, wo bin ich hier eigentlich?«
»Du bist auf Yukakor...«
»Yukakor«, wiederholte der Fremde leise und sagte eine Weile nichts mehr. Was ihn wohl herführte? Oder wollte er ganz woanders hin?
»Wie heißt du eigentlich?«, fragte Reica schließlich nach. Das interessierte ihn Momentan am meisten. »Mein Name ist Reica.«
»Eyshir... Eyshir mein Name.«, der Dunkelhaarige sprach eher leise und sah sich dabei prüfend im Raum um. Was er wohl gerade dachte?
»Eyshir also, mh? Sag wo kommst du her und vor allem wo wolltest du hin?«
»Ich gehöre dem Volk der Tsubay an und war auf dem Weg nach Kushi um dem Oberhaupt der Kushitsy einen wichtigen Brief zu überbringen...ich bin in einen Sturm geraten und hab die Orientierung verloren... an mehr erinnere ich mich nicht.«
»Dann bist du ziemlich weit vom Weg abgekommen. Kushi ist viel weiter westlich...«
Eyshir runzelte die Stirn, schien plötzlich aufgeschreckt. »Moment wo ist Kapu?«
»Kapu?«, verwirrt folgte Reica dem Blick des Dunkelhaarigen bis ihm einfiel dass er seinen geflügelten Begleiter meinen könnte.
»Meinst du das fliegende Wesen das bei dir war?«
Eyshir nickte heftig.
»Der steht vor dem Haus... es ist kalt aber er passt beim besten Willen nicht ins Haus.«
»Also geht es ihm gut?«
»Er machte nicht den Anschein als sei er verletzt... er ist mir gefolgt als ich dich hergebracht habe. Aber du solltest jetzt nicht aufstehen sondern dich erstmal richtig aufwärmen. Ich werde später noch mal nachsehen ob alles in Ordnung ist mit ihm«, antwortete Reica und hinderte den Reisenden daran aufzustehen. Zugegeben spürte er selbst durch das Fell die bittere Kälte die hier herrschte und das bereitete ihm ein zunehmend schlechtes Gefühl.
Eyshir gab also nach. »Gut... wenn du meinst.«
»Du bist also ein Tsubay?«, auch wenn es etwas unhöflich schien konnte Reica nichts dagegen tun. Er musste nachfragen er war zu fasziniert von der Tatsache dass tatsächlich jemand hier gelandet war der einem fremden Stamm angehörte. Der Dunkelhaarige nickte leicht.
»Also...kommst du tatsächlich von... über den Wolken? Da wo man die Sterne sehen kann?«
Eyshir schmunzelte etwas und musterte den neugierigen Yukakori. »Du scheinst ja richtig fasziniert davon zu sein, hm?«
»Ich lese viel«, war die Antwort des Weißhaarigen und er erwiderte den Blick des anderen. Wie konnten sie so verschieden sein und das wo sie doch auf der selben Welt lebten?
»Allerdings hätte ich nie gedacht jemals jemanden zu Gesicht zu bekommen der nicht von hier kommt.«
»Gibt es viele von euch?«
»Nicht wirklich... das meiste auf dieser Insel ist Gebirge und nicht bewohnbar auch weil der Schnee hier so gut wie nie aufhört zu fallen. Wir haben uns hier vor Jahrhunderten angesiedelt für eine große Bevölkerung reicht der Platz hier allerdings nicht, außerdem gibt es auch nicht sonderlich viel zu Essen.«
»Ist das dein Haus hier?«, war die nächste Frage des Dunkelhaarigen der ebenso neugierig zu sein schien wie Reica.
»Ich lebe mit meinem Vater hier aber... die sind gerade auf der Jagd. Ich weiß nicht genau wann er zurück kommt...«, der weißhaarige warf einen Blick zu dem kleinen Fenster. Draußen war es inzwischen stockfinster aber durch den hellen Schnee war die Landschaft noch gut erkennbar.
»Die?«
»Die Männer, die die für ihre Familien zu sorgen haben.«
Eyshir nickte leicht und musterte seinen Retter noch eingehender, berührte schließlich vorsichtig den Arm des anderen.
»Du bist...total kalt«, stellte er fest. Eyshir selbst hatte viel gelesen auch über andere Stämme aber dieser Kerl vor ihm war so ganz anders als ihn die Bücher beschrieben. Die Merkmale stimmten zwar aber etwas an ihm war so wie der Dunkelhaarige es nicht erwartet hätte.
»Du bist total warm«, gab Reica zurück als er die wärmenden Finger auf seiner Haut spürte und schmunzelte dabei leicht. Dieser Typ schien ihm ein wenig ähnlich zu sein.
Mirror
(dazu kommt im Anschluss was ^^)
Mirror
Ein Spiegel.
Ein simpler Gegenstand, etwas das jeder kennt, wahrscheinlich sogar in seinem Schlafzimmer hängen hat. Im Bad wohl am beliebtesten.
Aber was ist ein Spiegel eigentlich?
Ein nützlicher Gegenstand, sicher. Man kann darin prima seine eigene Schönheit betrachten, beim schminken, stylen und rasieren hineinsehen damit auch ja nichts schief geht.
Man muss sich selbst betrachten um abzuwägen ob man sich so der Öffentlichkeit präsentieren kann. Das war schon immer so.
Die ersten Menschen spiegelten sich im Wasser des naheliegenden Flusses, eines Sees vielleicht sogar dem des Meeres. Und die Selbstverliebtheit des Menschen setzte sich seitdem fort. Lange bevor das Glas entdeckt wurde, stellten Menschen reflektierende Oberflächen aus Metall her. Polierte Scheiben aus Kupfer oder Bronze.
Würden wir uns heute mit solch 'primitiven' Arten eines Spiegels abgeben müssen, wäre das sicherlich ein Schock. Aber letzten Endes wären wir doch froh wenigstens etwas zu haben in dem wir uns betrachten können.
Heutzutage gibt es viele reflektierende Oberflächen, man muss sich nur einmal im eigenen Zimmer umsehen und man wird feststellen, dass man sich in annähernd jedem zweiten Gegenstand betrachten kann.
Die Hülle einer CD oder eines Spiels im richtigen Licht. die Rückseite einer CD, ein Lineal, ein Bilderrahmen, die kleine Figur aus glänzendem Kunststoff. Auch der Bildschirm des Handys, sogar der Computerbildschirm. Es scheint fast so als könnte man überhaupt nicht darauf verzichten sich selbst zu betrachten.
Es gibt nur wenige Menschen die an einem Spiegel, der sich doch so freiwillig und ohne Gegenwehr zur Überprüfung des aussehend anbietet, vorbei laufen ohne auch nur kurz hineinzusehen.
Aber ich, bin einer dieser Menschen.
Nicht weil ich unzufrieden mit mir bin. Nicht weil ich mich hässlich finde. Nicht weil ich mich [style type="bold"]nicht[/style] sehen [style type="bold"]will,[/style]
sondern weil ich mich [style type="bold"]nicht[/style] sehen [style type="bold"]kann.[/style]
Bevor ihr jetzt denkt 'Nicht schon wieder so eine alberne Geschichte eines Vampirs' will ich euch das kurz erklären, denn es geht nicht um Vampire oder dergleichen.
Es ist ja nicht so als würde ich in den Spiegel schauen und nichts sehen. Ich sehe etwas. Aber das bin nicht ich.
Ich sehe nicht [style type="italic"]mich.[/style]
Ich sehe [style type="italic"]ihn.[/style]
Früher, da habe ich ihn gemocht. Er war nett, fast wie ein Freund. Aber jetzt ist er nicht mehr nett, er ist böse. Zu mir, er lässt mich Dinge tun ohne dass ich etwas dagegen tun kann. Ohne dass ich es wirklich mitbekomme.
Er ist wie das Spiegelbild vor dem sich jeder Superheld fürchtet, mein anderes Ich, meine dunkle Seite, mein Erzfeind, das böse in Person. Aber natürlich glaubt mir das niemand.
Hoho Hi :D xD
also zu der Story hab ich einiges zu sagen, sie wird nicht sonderlich lang sein ^^
außerdem ist es super wichtig hier zu wissen, dass ich diese Story aus einem vielleicht etwas gewöhnungsbedürftigen Blickwinkel – wenn man das so nennen kann – schreibe.
Ich bin zwar der Erzähler, beschränke mich aber meistens darauf die Gefühle und Gedanken des Protagonisten aufzuzeigen. Ich erzähle also [style type="bold"]nicht[/style] wie ein außenstehender der die Sache beobachtet sagt was die Person denkt oder meint zu sehen aber gleichzeitig berichtigt was wirklich ist.
Ich bin quasi dir Person selbst die ihre erlebnisse aufschreibt, ich denke das würde es treffend beschreiben :P
Ich hoffe das versteht man so xD
Split
Unaufhaltsam fielen die unzählbaren Wassertropfen gen Boden, stellten der Kreislauf des Lebens sicher. Die grauen Wolken hingen schon seit Stunden über der Stadt und der damit verbundene anhaltende Regen hatte Unmengen von Pfützen auf die Straßen und Wege gezaubert.
Erde war zu Matsch geworden, der Rasen zu einer gefährlich rutschigen Fläche die alte Leute vorerst besser nicht betreten sollten.
Die feuchte Luft vermischte sich mit der, die die wallende Hitze der letzten Wochen zurück gelassen hatte. Ein unverwechselbarer Geruch zog sich durch jede Straße. Aber es war fast niemand unterwegs der diesen Geruch wahrnehmen, dieses kleine Wunder der Natur hätte genießen können.
Nur eine einzige Person stapfte gerade durch die unübersichtliche Gegend, durch die kleinen Straßen und engen Gassen hindurch. Ein Junge dessen kurzes Haar beinahe lästig an seinem Kopf klebte. Die Kleidung war nass und sah schwer aus, die großen Schritte erzeugten platschende Geräusche in den unzähligen Pfützen.
Er war nur einige Stunden lang weg gewesen und da die brütende Hitze vom Mittag nicht ansatzweise hätte annehmen lassen können, dass noch Regen fallen würde hatte der Junge natürlich keinen Schirm dabei. Schlecht für ihn.
Mies gelaunt und müde fiel es dem Jungen eher schwer mit schnellen Schritten auf sein Ziel zuzulaufen. Eigentlich wollte er nur nach Hause, aus den nassen Klamotten raus und sich ins Bett legen. Die Luft war kühler vielleicht war es mal wieder eine etwas angenehmere Nacht. Allerdings fiel ihm nicht wirklich ein Grund ein warum er hätte schneller laufen sollen, immerhin lief ihm sein Bett nicht weg, der Regen – durch den sich die Luft angenehm abkühlte – würde wahrscheinlich noch die ganze Nacht anhalten und nasser als klitschnass konnte er ja schließlich auch nicht mehr werden.
Trotz allem kam bald das Ziel in Sicht, ein kleines, altes Mehrfamilienhaus. Vier Familien fanden Platz in dem nicht unbedingt geräumigen Gebäude. Die des Jungen war eine davon. Er lebte mit seinen Eltern im zweiten Stock in einer kleinen Wohnung und störte sich grundsätzlich nicht sonderlich daran.
Allerdings hätte er, wenn der blöde Regen nicht wäre, heute sicher mal wieder kehrt gemacht, wäre die Treppen runter gelaufen und hätte noch einen ausgiebigen Spaziergang gemacht. Denn dass der Streit den seine Eltern gerade hatten mal wieder bis auf den Flur zu hören war, störte den Jungen.
Der heftige Regen und die Tatsache, dass der Junge trotz der relativ warmen Temperaturen langsam anfing in den nassen Klamotten zu frieren, bewegten ihn schließlich doch dazu den Schlüssel in das Türschloss zu schieben und die kleine Wohnung zu betreten.
Rasch, ohne das Gebrüll dass aus dem Wohnzimmer kam großartig zu beachten, betrat der Junge das Badezimmer und zog sich die nassen Klamotten vom Körper. Unordentlich landeten sie auf einem Haufen. Seine Haut war kühl und dies war eigentlich eine Willkommene Abwechslung zu den letzten Tagen – lag doch sonst immer ein ekliger Schweißfilm auf seiner Haut.
Trotzdem drehte der Junge die Temperatur der Dusche etwas wärmer als sonst und stellte sich schließlich über den angenehm wärmenden Wasserstrahl. Es tat gut das Wasser mal wieder in einer solch angenehmen Weise zu spüren, anstatt es unangenehmer Weise auf seinen Körper prasseln zu lassen in der Hoffnung etwas Abkühlung zu erfahren.
Dementsprechend doch recht langsam landete das Duschgel auf der noch kühlen Haut und das Shampoo in den schon nassen Haaren.
Al der Junge schließlich aus der Dusche stieg und sich das Handtuch um die Hüften wickelte fühlte er sich gleich viel besser. Seine miese Laune war ein paar Stufen aufwärts geklettert und auch die zehrende Müdigkeit hatte etwas nachgelassen. Das kurze Hochgefühl wurde jedoch schnell Unterbrochen als der Junge die donnernde Stimme seiner Mutter hörte, kurz darauf die seines Vaters und dann ging, wie so oft, etwas zu Bruch.
Der Junge seufzte laut und stellte sich vor den beschlagenen Spiegel. Er zögerte leicht, befreite die reflektierende Oberfläche aber schließlich doch von dem wässrigem Film um kurz darauf ein Spiegelbild vor den Augen zu haben. Ein Spiegelbild, nicht seines.
Dieser Junge im Spiegel sah vielleicht aus wie er, mit denselben strubbeligen, zurzeit nassen, grünen Haaren, dieselben trüben Augen und dem eher schmalen Körper, aber er war anders. Seine Haut war dunkler, stand fast im harten Gegensatz zu der nahezu weißen Haut des Jungen vor dem Spiegel. Und noch etwas war anders. Ein Spiegelbild zeigte normalerweise das was man selbst tat, aber hier war das ein wenig anders.
Der Junge hatte aufgehört, oder besser gesagt erst gar nie damit angefangen darüber nachzudenken warum das so war. Den kleinen Gedanken, dass das alles nur Einbildung war hatte der Junge auch längst beiseite geschoben. Er bildete sich das nicht ein, er war nicht verrückt. Stattdessen nahm er es hin und zog seinen Nutzen daraus. Meist wenn es ihm schlecht ging, so wie jetzt.
»Sie streiten schon wieder...« , murmelte der Grünhaarige seinem Spiegelbild leise zu und erntete ein Nicken.
»Ich hasse das...«, seufzte der Junge weiter und diesmal war eine deutliche Bewegung im Spiegel zu erkennen, allerdings bewegte sich der Grünhaarige der davorstand kein bisschen.
»Sie streiten doch ständig«, kam im selben Atemzug die Antwort mit einer Stimme die um einiges tiefer und rauer war als die des Jungen der vor dem Spiegel stand.
»Ich weiß«, erneut seufzte der Grünhaarige vor dem Spiegel und betrachtete den Jungen hinter dem Glas der ihm so verdammt ähnlich sah. Wann hatte er ihn das erste mal gesehen, wahrgenommen dass sein Spiegelbild nicht das zeigte, was es sollte?
Dieser Tag lag schon einige Jahre zurück. Er war damals gerade 8 Jahre alt gewesen. Während eines heftigen Streits den seine Eltern geführt hatten, war der Grünhaarige ins Badezimmer geflüchtet. Dort hatte er sich gefühlte 24 Stunden die Augen aus dem Kopf geweint und als er sich endlich beruhigt hatte war er auf einmal da gewesen. Es war nur ein kurzer Blick in den Spiegel gewesen der dem jungen klar gemacht hatte, dass mit seinem Spiegelbild etwas nicht stimmte.
Zuerst hatte er den Unterschied nicht recht erkennen können, besah sich das Spiegelbild also genauer. Er hob die Hand und legte sie auf das kühle Glas, wollte die seines Spiegelbildes berühren aber seine Hand blieb unten.
Geschockt hatte der 8-jährige die Hand zurück gezogen und sich die Augen gerieben. Sicher hatte er sich das eingebildet, sein Blick war durch die geflossenen Tränen noch verschwommen. Als er die Geste wiederholte musste er allerdings feststellen, dass das ganze keine Einbildung gewesen war. Danach war er aus dem Badezimmer geflüchtet.
Sinnlos denn seit diesem Tag tauchte immer wieder die Person im Spiegel auf bis sie schließlich gar nicht mehr verschwand. Es hatte ein ganzes Jahr gedauert bis der inzwischen Grünhaarige paranoid genug geworden war um seinem Spiegelbild eine Frage zu stellen. Die Frage in der Hoffnung eine Antwort zu erhalten. Tatsächlich hatte er sie bekommen.
»Wer bist du?«, war die Frage gewesen.
»Ich bin du, aber du bist nicht ich«, war die Antwort gewesen, eine Antwort die der Grünhaarige bis heute nicht recht verstehen konnte.
Inzwischen hatte er seinem Spiegelbild allerdings einen Namen gegeben. Er betrachtete ihn als etwas wie einen Freund und Freunde verdienten einen Namen. Eher unkreativ hatte er ihn Kagami* getauft, aber spontan war ihm das als sehr passend erschienen.
Der Grünhaarige schüttelte den Kopf als es an der Badezimmertür klopfte und wand den Blick vom Spiegel ab.
»Was?«, drang rau durch den gefliesten Raum und der Grünhaarige wand den Blick kurz wieder zum Spiegel, hatte [style type="italic"]er[/style] doch gerade für ihn gesprochen. Schnell trat er aus dem 'Sichtfeld' des Spiegels und nahm ein verunsichertes »Zetsu?« wahr.
Seine Mutter schien sich, irrsinniger Weise, nicht sicher zu sein ob ihr Sohn im Badezimmer war, klang die Stimme doch so fremd.
Der Grünhaarige konnte sich ein kurzes, leichtes Grinsen nicht verkneifen schüttelte dann allerdings den Kopf und öffnete die
Tür.
»Was?«, kam erneut, diesmal über seine Lippen und er betrachtete die vor ihm stehende Frau. Sie war etwas kleiner als er und musste zu ihrem Sohn aufsehen. Etwas sagen tat sie allerdings nicht
mehr. Sie musterte Zetsu nur kurz und verschwand dann im Badezimmer. Der Grünhaarige schnaubte leise auf und verzog sich in sein Zimmer.
Mehr laut als leise fiel die alte Tür ins Schloss und Zetsu drehte den klobigen Schlüssel der im Schloss steckte nach rechts, konnte sich somit der Gefahr entziehen dass jemand ungebeten ins Zimmer kam und ihn störte.
Insgeheim wusste er, dass sowohl seine Mutter als auch sein Vater einen Scheißdreck darum gaben ob er zu Hause war. Folglich würde ihn auch niemand stören, aber der Grünhaarige klammerte sich mit dieser Angewohnheit fast verzweifelt an den Wunsch dass sich das irgendwann ändern würde. Er konnte sich ja wenigstens einreden, dass seine Eltern sich um ihn sorgten.
»Warum schließt du ab? Es kommt doch sowieso keiner«, die dunkle Stimme ließ Zetsu heftig zusammenzucken und etwas hektisch sah er sich um, bemerkte dass er direkt vor seinem Spiegel stand. Aus diesem heraus grinste ihn beinahe herausfordern sein, doch so fremdes, Spiegelbild an. Vielleicht war es gar nicht mal schlecht, dass Kagami den Grünhaarigen daran erinnerte dass sein Leben nicht so war wie er es gerne hätte. Es verletzte ihn vielleicht, aber bekanntlich heilte Zeit ja alle Wunden und eine Wunde die man nicht sehen wollte konnte auch nicht heilen.
»Egal«, antwortete der Grünhaarige schließlich trotzdem und zog sich etwas über, hockte sich dann auf den Boden vor seinem Spiegel. Eingehend betrachtete er sein Spiegelbild, auf seinen Lippen lag ein dämliches Grinsen.
»Du solltest ihr das alles irgendwann zurückzahlen. Nicht nur ihr auch deinem Vater. Anstatt hier rumzusitzen und zu heulen«, das waren nicht die aufbauenden Worte die Zetsu sonst von seinem Spiegelbild kannte. Kagami schien zwar kein großartiges Feingefühl zu haben, schaffte es aber dennoch immer wieder Zetsu mit seinen stumpfen Bemerkungen aus dem Strudel des Selbstmitleids zu retten und ihn zurück ins reale Leben zu führen. Es war tröstend. Aber heute schien er anders zu sein, wütend.
»Wie kommst du darauf?«, traute der Grünhaarige sich leise zu fragen und starrte in die stumpfen Augen seines Gegenübers.
»Ich wette das würde dir guttun. Sie tun dir weh, also tu ihnen weh«
Zetsu runzelte die Stirn, starrte einige Sekunden lang auf den Spiegel bis er sich schließlich erhob um sein Spiegelbild loszuwerden. Was redete er da nur?
[style type="italic"]Das würde dir guttun.[/style] Wo sollte ihm das guttun? Würde das irgendwas besser machen? Der Grünhaarige ließ sich müde auf sein Bett sinken und betrachtete einige Minuten lang die graue Decke, schloss dann die Augen. [style type="italic"]Rache.[/style]Für das was sie ihm all die Jahre angetan hatten, für all die Streits, für die Liebe die er nicht bekommen hatte. [style type="italic"]Rache.[/style] Dafür dass er hatte herhalten müssen, wenn sein Vater wieder zu viel Wut gehabt hatte. [style type="italic"]Rache.[/style]Er musste keine Rache nehmen. Oder doch?
Miteinem herzhaften Gähnen erhob Zetsu sich aus seiner liegenden Position und streckte seine müden Glieder.
Er war müde, so unendlich müde und das obwohl er eigentlich ausgeschlafen hatte. Nicht dass Wochenende wäre oder etwas in der Richtung, der Grünhaarige hatte es nur mal wieder nicht für nötig empfunden aufzustehen um in der Schule aufzukreuzen.
Er ging weniger als unregelmäßig zur Schule, das brachte ihm so oder so nichts. Seine Eltern hatten das Geld für die Bücher nicht bezahlt, geschweige denn welche gekauft und so würde der Junge sowieso nur blöd rumsitzen. Also entschied er sich fast täglich dafür einfach nicht in der Schule aufzukreuzen.
Seiner Mutter war das Scheiß egal, mit seinem Vater bekam der Grünhaarige deswegen aber öfters mal Stress.
Umso mehr war zu hoffen dass der Miesepeter heute Morgen nicht da war. Die Anschuldigungen und Beleidigungen konnte der Grünhaarige jetzt absolut nicht gebrauchen. Er brauchte etwas Ruhe, musste mal wieder einen klaren Kopf bekommen.
*Kagami (Hiragana: かがみ ) heißt hier Spiegel ^^ Ursprünglich wollte ich die beiden ze (ゼ) und tsu (ツ) nennen weil sich Zetsus Name in diese beiden Silben aufteilt (nein nicht wie viele gerne schreiben zet und su die Silbe zet gibt es nämlich nicht ~.~) ja allerdings fand ich das dann doch n bisschen seltsam [wer nennt sein Kind schon ze? oO] außerdem fand ich das so viel passender xD
Das waaars! :D
ja und ja :'D
Mirror tut mir am meisten im Herzen weh dass ichs nich weiter schreiben kann weil ichs nich richtig hinbekomm
ich schrieb da seit letztem Sommer dran und ihr seht es wird nix
ich hab hundert mal neu angefangen
ich hatte das als kleines sehr kurze FF geplant aber das erwähn ich sogar im Dokument :'D
is leider nie was geworden obwohl ich die Idee an sich irgendwie cool fand
Ich kam durch Filme drauf : Das geheime Fenster, Mirror und noch irgendeiner aber ich weiß den Titel nich mehr
ja naja das ganze wird wohl au nix mehr :'D
aber eig hat die Idee mich sehr gepackt also vielleiiiicht schreib ichs iwann doch noch mal naja wird man sehn xDD
Übrigens musste ich das in 2 Teile aufteilen weil Overblog mir gesagt hat mein Artikel sei zu lang o.o
und ich nur so WHAAAAAAAT?
Das hatte ich ja noch nie lol :'D
Jedenfalls ja wars das auch dann glaub ich
Ich hoffe alels klappt und blah was ich schon die ganze Zeit laber xD
lest meine FF's wenn ihr mich vermisst ;) *lol
Ich werd meinen Blog vermissen <3
Er ist fast wie n Tagebuch xD und ich find er sieht nice aus :3
aber naaaajaaa
ich sollte vielleicht schlafen gehen falls ich schlafen kann wääh x.x
Also naja biiiiiiiis hoffentlich bald :)
Und noch die Musik der Stunde:
( die ich bei einem Artikel vergessen hab und letzte mal nachgetragen hab xDD)
x 3 ! :D Yeah heut alles extra Laarge! :'D
-Muh<3
mit extra viel Liebe ;)
P.S: Ich hab Popcorn :3














